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Monat: September 2021

Heilpraktiker – Zahlt die Krankenkasse?

Immer mehr Menschen suchen einen Heilpraktiker auf. Viele als zusätzliche Expertise zur Schulmedizin, andere verlassen sich voll und ganz auf die Künste eines Heilpraktikers. Die Anerkennung in der Schulmedizin nimmt zu. So lassen sich einige Ärzte zusätzlich zu Heilpraktikern ausbilden oder arbeiten mit diesen eng zusammen, um eine ganzheitliche Behandlung anzubieten. Doch wer zahlt die Behandlung?

Wie viel kostet die Behandlung beim Heilpraktiker?

Es gibt für Heilpraktiker keine Gebührenverordnung und sie bestimmen die Behandlungspreise eigenständig. Grundsätzlich sind die Kosten von folgenden Faktoren abhängig:

1. Art der heilpraktischen Behandlung
2. Dauer der heilpraktischen Behandlung in der Einzelsitzung
3. Dauer der gesamten heilpraktischen Behandlung pro Diagnose

Patienten, die einen Heilpraktiker wie die Naturheilpraxis Anja-Michaela Löbel-Jerger aufsuchen, zahlen keine Praxisgebühr. Sie müssen aber vor Behandlungsbeginn die Kosten mit der heilpraktischen Praxis klären. Alle Heilpraktiker sind verpflichtet, ihre Patienten über die Gebühren aufzuklären. Das haben sie mit den Schulmedizinern gemeinsam.

Übernimmt die Krankenkasse die Gebühren für eine heilpraktische Behandlung?

Heilpraktiker – zahlt die Krankenkasse? Das ist einer der ersten Fragen, die aufkommen, wenn Patienten darüber nachdenken, einen Heilpraktiker zu konsultieren. Nein, die gesetzliche Krankenkasse übernimmt keinerlei Kosten für eine heilpraktische Behandlung. Heilpraktiker dürfen auch keine Rezepte zur Gebührenabrechnung mit der Krankenkasse ausstellen. Patienten, die die naturheilpraktische Behandlung durch einen Heilpraktiker wünschen, müssen die Kosten eigenständig tragen.

Einige gesetzliche Krankenkassen bieten Zusatzpakete für die Behandlung beim Heilpraktiker an. In der Versicherungspolice werden die Behandlungsart, Behandlungsdauer und weitere Rahmenbedingungen festgelegt. So erhalten gesetzlich Versicherte zumindest einen Teil der Behandlungskosten erstattet.

Privatversicherte können in der Versicherungspolice die Kosten für eine Heilbehandlung beim Heilpraktiker gänzlich vereinbaren. Sie müssen in der Regel, sofern keine Eigenbeteiligung vereinbart wird, keinerlei Kosten für die Behandlung beim Heilpraktiker übernehmen, da diese bereits durch die Krankenkassenbeiträge gedeckt sind.

Wie erhalte ich eine Zusatzabsicherung für Behandlungen durch Heilpraktiker?

Krankenversicherte wenden sich an die Krankenkasse, bei der sie versichert sind. Um einen unnötigen Besuch zu vermeiden, sollten Versicherte in den Versicherungsunterlagen prüfen, ob Leistungen für die Behandlung durch einen Heilpraktiker bereits abgedeckt sind. Ist das nicht der Fall, gilt es mit dem lokalen Büro der Krankenkasse Kontakt aufzunehmen oder online zu recherchieren, ob eine solche Option angeboten wird. Ist das der Fall, hängt es von der Krankenkasse ab, ob die Zusatzoption online abgeschlossen werden kann oder ein Besuch im Büro der Krankenkasse verlangt wird.

Sollte die bestehende Krankenversicherung die Absicherung der Heilpraktikerbehandlung nicht anbieten, steht es den Versicherungsnehmern jederzeit frei, eine Krankenkasse zu wählen, die die heilpraktische Behandlung abdeckt.

Für die eigene Bestattung vorsorgen mit einer Sterbegeldversicherung

Es führt leider kein Weg daran vorbei: Sterben muss ein jeder Mensch am Ende seines Lebens. Daran schließt sich eine Bestattung an, welche durchaus einiges an Kosten verursachen kann. Am besten, man ist auf diesen Fall finanziell vorbereitet und sorgt mit einer Sterbegeldversicherung vor. Was ist das genau, eine Sterbegeldversicherung? Was leistet sie, was ist nicht enthalten? Und mit welchem monetären Aufwand muss man für eine Sterbegeldversicherung rechnen? Das sind alles wichtige Fragen, die in den folgenden Abschnitten kurz und verständlich geklärt werden.

Warum sollten Sie überhaupt eine Sterbegeldversicherung abschließen?

Um die Kosten für Bestattungen Stuttgart kommen die Angehörigen eines Verstorbenen in Deutschland nicht herum. Hier herrscht eine gesetzliche Bestattungspflicht. Und eine solche Bestattung besteht schließlich aus mehr als nur den Kosten für den Sarg und einen Trauerredner. Im Jahr 2004 fiel dann auch noch das sogenannte Sterbegeld von den gesetzlichen Krankenversicherungen weg, welches zuletzt aber ohnehin nur noch etwas mehr als 500 Euro betrug, womit selbst eine bescheiden gestaltete Bestattung nicht zu finanzieren war.

Da kommen nun die Sterbegeldversicherungen ins Spiel. Sie sind explizit darauf angelegt, dem Versicherungsnehmer zu Lebzeiten zu ermöglichen, das entsprechend nötige Geld für eine Bestattung anzusparen. Heißt auch: Die Versicherungssumme beläuft sich meist im mittleren vierstelligen Euro-Bereich. Gemeinhin gilt für die Versicherungssumme eine Spanne zwischen 2.500 und 10.000 Euro. Deshalb firmiert dieser Typ von Versicherung auch als Klein-Lebensversicherung. Aufgrund der relativ geringen Vertragssummen entfällt auch meist eine Gesundheitsprüfung, wie sie bei einer herkömmlichen Lebensversicherung fast immer Pflicht ist.

Welche Kosten fallen an – und was erhält man dafür an Gegenleistung?

Die zu leistenden Prämien unterscheiden sich je nach Lebensalter des Versicherten bei Beginn der Versicherung. Je höher das Alter bereits ist, desto wahrscheinlicher wird sein Ableben, was eine entsprechend höheren Prämie zur Folge hat.

Dafür erhält der Versicherungsnehmer von Beginn der Versicherung an die Garantie, dass das Sterbegeld in vereinbarter Höhe auch bei vorzeitigem Ableben ausgezahlt wird. Somit verfügt er oder sie über den entsprechenden Schutz, seinen Angehörigen mit den Kosten für seine oder ihre Bestattung nicht zur Last zu fallen. Bzw., eine angemessene Beerdigung überhaupt erst zu ermöglichen, sollten die finanziellen Mittel dafür bei den Angehörigen nicht vorhanden sein.

Wie lange müssen Sie in die Sterbegeldversicherung einzahlen?

Wie eine Sterbegeldversicherung in den Details aufgebaut ist, unterscheidet sich von Angebot zu Angebot. Das gilt sowohl für die Höhe der Prämie je nach Versicherungssumme und Lebensalter, aber auch dafür, bis zu welchem Alter ein Kunde überhaupt einzahlen muss. Meist endet die Pflicht zur Einzahlung beim 85. Lebensjahr, je nach Beginn der Sterbegeldversicherung. Danach bleibt der Anspruch samt eventuellen zusätzlichen Ausschüttungen natürlich erhalten. Erreicht eine Versicherungsnehmerin oder ein Versicherungsnehmer das 100. Lebensjahr, wird die Summe meist komplett ausgeschüttet.

Fazit zur Sterbegeldversicherung

Eine praktische und sinnvolle Angelegenheit für alle, die sichergehen wollen, dass sie niemand anders mit den Kosten für ihre Bestattung belasten werden. Unabhängig von der vereinbarten Laufzeit ist die Übernahme der Bestattungskosten in der Regel mit Beginn der Sterbegeldversicherung gewährleistet. Keine Wertanlage wie andere Versicherungen, sondern ein stark zweckgebundenes Angebot, welches den Hinterbliebenen viel Stress ersparen kann und dem Versicherungsnehmer schon zu Lebzeiten in dieser Hinsicht ein sorgloses Leben ermöglicht.

Physioptherapie – Wer übernimmt die Kosten?

Schmerzen im Bewegungsapparat kennt jeder. Manchmal bekommt man diese mit mehr Bewegung oder anderen Methoden selber weg. Bei einigen Schädigungen des Bewegungsapparats brauchen Sie allerdings professionelle Hilfe – hier kommt die Physiotherapie zum Einsatz. Doch nicht nur bei Beschwerden können Sie Physiotherapie anwenden, sie eignet sich auch zur Prävention. Doch was kostet eine Physiotherapie für Sie?

Physiotherapie gehört zur medizinischen Grundversorgung

Da die Krankengymnastik (Physiotherapie) ein Heilmittel ist, gehört sie zu der medizinischen Grundversorgung. Bedeutet, bei den gesetzlichen Krankenkassen ist sie eine Pflichtleistung. Anders kann das bei Privatversicherungen aussehen. Hier ist es ratsam, genau hinzusehen, wie weit die Versicherung die Krankengymnastik mit abdeckt. Die Kosten werden bei der gesetzlichen Krankenkasse auch nur übernommen, wenn die Behandlung mit einem Rezept vom Arzt verordnet wurde.

Ihr Eigenanteil

Eine Physiotherapie wird von der Krankenkasse nicht komplett bezahlt. Alle Versicherten ab 18. Jahren müssen eine einmalige Pauschale von 10 Euro bezahlen und eine Zuzahlung von 10 Prozent der Behandlung. Allerdings müssen Sie nur 2 Prozent Ihres Jahreseinkommens an Zuzahlungen im Jahr leisten. Bei einer chronischen Erkrankung nur 1 Prozent. Deswegen ist es ratsam, wenn Sie die Quittungen über die Zuzahlungen sammeln. Am Ende des Jahres können Sie diese bei der Krankenkasse abgeben und bekommen überzahltes Geld erstattet. Oder sie können sich während des Jahres von Zuzahlungen befreien lassen.

Ohne ärztliche Verordnung zur Physiotherapie

Natürlich können Sie auch ohne ein Rezept vom Arzt zum Physiotherapeuten gehen. Es gibt einige Therapieformen, die von den Krankenkassen gar nicht übernommen werden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Gesundheitstraining, Ayurveda-Massagen und Pilates. Wie hoch die Kosten der Behandlung sein werden, kommt immer darauf an, für welche Behandlung Sie sich entscheiden und für wie lange sie sein wird. Für Selbstzahler bieten viele Praxen Rabatte an, wenn Sie eine bestimmte Anzahl an Massagen buchen.
Wichtig zu wissen: Physiotherapeuten haben keine Gebührenordnung und können Ihre Preise selbst bestimmen. Die meisten Praxen orientieren sich aber an den Empfehlungen des Berufsverbands. Auch Hausbesuche des Therapeuten sind möglich, allerdings Kosten diese extra. Übrigens können sie sich auch zum Geburtstag einen Gutschein von einer Praxis für Physioptherapie schenken lassen oder selbst verschenken.

Ob mit Rezept oder als Selbstzahler, wenn Sie einen Termin nicht rechtzeitig absagen, können Ihnen dafür Kosten entstehen. Deswegen immer einen Termin absagen, den Sie nicht einhalten können.

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